Großformatig, expressiv, abstrakt.
Meine Arbeiten entstehen aus dem natürlichen Material Bienenwachs – einer organischen Substanz, die Zeit, Licht, Geschichte sowie Spuren von Berührung und Emotion bewahrt. In meiner zeitgenössischen Materialkunst wird das Medium selbst zum zentralen Ausdrucksträger und macht Prozesse des Werdens und Erstarrens sichtbar.Meine skulpturalen Arbeiten und Reliefobjekte bewegen sich zwischen Oberfläche und Raum.
Organische Strukturen wachsen, verdichten sich, lösen sich wieder auf und erzeugen eine haptische Präsenz, die zum Sehen und inneren Berühren einlädt.
In meiner künstlerischen Welt verschieben sich Wahrnehmungsebenen: Sehen wird Berührung, Berührung wird Struktur, Struktur wird Form – und Form wird Kunst.
Synästhesie ist meine Gabe: eine erweiterte Wahrnehmung, in der visuelle, haptische und räumliche Erfahrungen ineinanderfließen. Sie ist kein EAekt, sondern ein Zustand, der meine Arbeit als Künstlerin für skulpturale Objektkunst prägt.
So beginnt Kunst für mich jenseits der Fläche – jenseits des Sichtbaren.
Biographie
Tanja Thordsen, 1974 in Niebüll geboren, ist autodidaktische Künstlerin und lebt und arbeitet in Schleswig-Holstein und Hamburg.
Ein Lehramtsstudium der Geographie und Biologie sowie ihre kunsttherapeutische Arbeit prägen ihr interdisziplinäres Denken und ihre materialbezogene Herangehensweise.
Ausgehend von der Ölmalerei entwickelte sie eine eigenständige, expressionistische Bildsprache. Mit Bienenwachs fand sie ein Material, das ihrer synästhetischen Wahrnehmung entspricht: Sehen wird Berührung, Farbe wird Form. Ihre Arbeiten überschreiten bewusst die Fläche. Dreidimensionalität ist Konsequenz.
